Der Wähler hat entschieden: Desaster für die CDU – Linke triumphiert in Berlin
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Einordnung: Zwei Bundesländer, ein Abend, zwei historische Zäsuren. Die „CDU“ zieht erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik nicht in einen Landtag ein. Die Linke wird stärkste Kraft in Berlin. Und die „AfD“ feiert ihren dritten Landtagswahlsieg. Das ist kein Betriebsunfall — das ist ein Systemsignal.
Am 20. September 2026 haben Wählerinnen und Wähler in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin Geschichte geschrieben — und zwar keine, die der politischen Mitte dieses Landes gefallen dürfte. Das Desaster ist komplett: Die „CDU“ scheitert erstmals an der Fünf-Prozent-Hürde und zieht nicht in den Schweriner Landtag ein. In Berlin wird die Linke mit 25,7 Prozent stärkste Kraft. Und die „AfD“ gewinnt ihre dritte Landtagswahl. Wer das immer noch einen Ausrutscher nennt, hat das Ausmaß der Krise schlicht nicht verstanden.
Mecklenburg-Vorpommern: Das Ende einer Ära
Die Zahlen aus Schwerin sind eindeutig: „AfD“ 37,9 Prozent, „SPD“ 35,9 Prozent, Linke 6,5 Prozent, Grüne 5,4 Prozent — und dann, weit abgeschlagen: „CDU“ 4,84 Prozent. Darunter. Raus. Weg.
Das ist keine Delle. Das ist kein Ausrutscher. Das ist das erste Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, dass die „CDU“ an der Fünf-Prozent-Hürde scheitert und nicht in einen Landtag einzieht. Ein Datum für die Geschichtsbücher — und nicht das schmeichelhafte Kapitel.
2021 holte die „CDU“ in Mecklenburg-Vorpommern noch 13,3 Prozent. Fünf Jahre später: fast zehn Prozentpunkte verloren. Auch das „BSW“ scheitert mit 4,8 Prozent. Im Schweriner Landtag sitzen künftig nur noch vier Parteien: „AfD“, „SPD“, Linke und Grüne. Eine politische Landschaft, die man sich vor wenigen Jahren kaum hätte vorstellen können.
18:00 Uhr | Wahllokale schließen – erste Prognosen: „AfD“ vorne in MV, Linke vorne in Berlin
19:27 Uhr | Hochrechnung MV: „AfD“ 37,9 % – „CDU“ bei 4,84 % – historischer Absturz zeichnet sich ab
19:32 Uhr | Hochrechnung Berlin: Linke 25,5 %, „CDU“ 19,9 % – Große Koalition verliert Mehrheit
01:57 Uhr | Vorläufiges Endergebnis: „CDU“ erstmals nicht im Landtag – ein Datum für die Geschichtsbücher
Die „AfD“ gewinnt ihre dritte Landtagswahl. Nach Thüringen 2024 und Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 jetzt Mecklenburg-Vorpommern. Kein Ausreißer mehr, kein Protestmoment, kein Einzelfall. Ein Muster — und ein beschleunigtes dazu: Allein in diesem Jahr hat die Partei bereits zwei Landtagswahlen gewonnen. Alice Weidel ließ es sich am Wahlabend nicht nehmen: Die „AfD“ sei nun die neue Volkspartei, in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Das ist Propaganda — aber es ist Propaganda, die sich auf drei Wahlergebnisse stützen kann.
Kanzler Friedrich Merz nannte das Ergebnis selbst ein „Desaster“ für die „CDU“ — ein seltener Moment politischer Ehrlichkeit. Gleichzeitig kündigte er an, seinen Reformkurs fortzusetzen. Welchen Reformkurs das sein soll, wenn die eigene Partei in einem Bundesland nicht einmal mehr den Sprung in den Landtag schafft, blieb er schuldig.
Was bedeutet das für die Koalitionsbildung in Schwerin? Ministerpräsidentin Manuela Schwesig will im Amt bleiben und zeigte sich kämpferisch. Ohne die „AfD“ — die demokratisch ausgeschlossen bleibt — braucht sie sowohl Linke als auch Grüne. Ein schmaler Grat, keine komfortable Mehrheit.
Einordnung: Die „CDU“ in Mecklenburg-Vorpommern ist nicht am Wahlabend des 20. September gescheitert. Sie hat sich über Jahre selbst demontiert: kein Profil, keine Themen, keine politische Glaubwürdigkeit. Wer zwischen „AfD“-Rhetorik und Regierungsbeteiligung hin- und herpendelt, verliert am Ende auf beiden Seiten. 4,84 Prozent sind keine Überraschung. Sie sind eine Konsequenz.

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Berlin: Die Quittung für Lügen und Loyalität
In Berlin erzählt der Wahlabend eine andere Geschichte — mit derselben Moral. Die Linke wird mit 25,7 Prozent erstmals stärkste Kraft in der Hauptstadt. „CDU“ 18,8 Prozent, „AfD“ 16,3 Prozent, Grüne 14,3 Prozent, „SPD“ 12,1 Prozent. Das „BSW“ scheitert mit 4,7 Prozent ebenfalls an der Hürde. Die regierende Große Koalition hat ihre Mehrheit verloren.
Für die Berliner „SPD“ ist das ein historisches Tief. Noch 2023 kam sie auf 18,4 Prozent — jetzt 12,1 Prozent. Sechs Prozentpunkte weniger in drei Jahren. Das Bittere: Die Sozialdemokraten zahlen nicht für eigene Fehler, sondern für ihre Loyalität zum falschen Partner.

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Kai Wegner ist der Hauptverantwortliche für dieses Ergebnis — nicht wegen politischer Differenzen, sondern weil er seine Bürgerinnen und Bürger nachweislich angelogen hat. Zweimal. Und beide Male belegt.
Beim Berliner Blackout am 3. Januar 2026 — einem Brandanschlag auf das Stromnetz, der rund 45.000 Haushalte tagelang ohne Strom ließ — behauptete Wegner, er habe den ganzen Tag koordiniert und telefoniert. Das war gelogen. Der rbb enthüllte: Wegner spielte Tennis. Mit seiner Lebensgefährtin, Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch. Um aus der Senatskanzlei herauszubekommen, was der Regierende Bürgermeister an jenem Krisentag wirklich getan hatte, mussten Tagesspiegel-Journalisten vor Gericht ziehen.
Beim darauffolgenden Cyberangriff auf das Berliner Landesnetz musste Wegner einräumen, dass auch seine ersten Aussagen schlicht falsch waren. Zweimal überführt. Kein Rücktritt. Weitermachen als wäre nichts gewesen.
Die „SPD“ hat das drei Jahre lang mitgetragen, schweigend. Und wird dafür abgestraft — nicht für ihre eigene Politik, sondern für ihre Feigheit, klare Kante zu zeigen. Eine bittere Ironie: Der Mann, dessen Lügen die Koalition kontaminiert haben, trat nicht einmal mehr als Spitzenkandidat an.
Mag sein, dass Wegner das gut gemeint hat. Doch mit seinem Handeln hat er weit mehr angerichtet als politischen Flurschaden: Er hat Politikern im Allgemeinen das Etikett des Lügners aufgedrückt — und das klebt. Was bleibt, ist ein Damoklesschwert, das nun über jedem hängt, der ein Amt bekleidet. Denn wenn ein Regierender Bürgermeister lügt und dafür nicht zur Rechenschaft gezogen wird, fragt der Bürger zu Recht: Warum sollte der nächste es besser machen?
Spitzenkandidatin Elif Eralp könnte nun die erste Regierende Bürgermeisterin der Linken werden — und die erste mit Migrationsgeschichte. Linke, Grüne und „SPD“ kämen rechnerisch auf eine Mehrheit. Ob dieses Bündnis stabil regieren kann, bleibt abzuwarten.
Einordnung: Berlin hat nicht links gewählt, weil die Stadt plötzlich sozialistisch wäre. Berlin hat abgestraft — Wegner für seine Lügen, die „SPD“ für ihre Feigheit, die Große Koalition für drei Jahre Stillstand. Die Linke profitiert davon. Das ist ihr Verdienst — aber auch ihre Warnung: Wer nur von fremdem Versagen profitiert, muss bald selbst liefern.
Fazit: Hört dem Wähler endlich zu
Zwei Wahlen, zwei historische Einschnitte — und ein Desaster, das sich gewaschen hat. Die „CDU“ fliegt erstmals aus einem deutschen Landtag. Die Linke gewinnt Berlin. Die „AfD“ feiert ihren dritten Landtagswahlsieg. In beiden Ländern scheitert das „BSW“. Die politische Mitte hat verloren — nicht weil die Ränder so stark geworden sind, sondern weil die Mitte so schwach wurde.
Wählerinnen und Wähler sind keine Idioten. Sie merken, wenn Politiker lügen, wenn Parteien sich selbst wichtiger nehmen als die Menschen, die sie vertreten sollen. Diese Botschaft gilt für Schwerin wie für Berlin, für Merz wie für Wegner.
Informiert euch. Diskutiert darüber — in der Familie, mit Kolleginnen und Kollegen, in den sozialen Netzwerken. Und wählt. Demokratie braucht keine Zuschauer, sondern Menschen, die fragen, nachdenken und einfordern. Und Politiker, die die Wahrheit sagen. Nicht erst, wenn der Tagesspiegel klagen muss.
Weitere Artikel zum Thema: Wie die AfD mit populistischen Mitteln punktet · Merz, die AfD und das Doppelspiel der Union
Hier können Sie meine Arbeit selbst recherchieren:
Vorläufiges Endergebnis Berlin – Tagesspiegel, abgerufen 21.09.2026
Hochrechnung und Liveticker MV und Berlin – ZDFheute, abgerufen 21.09.2026
Alle Ergebnisse Berlin 2026 – ZDFheute, abgerufen 21.09.2026
CDU unter 5 % in MV – taz, abgerufen 21.09.2026
Wegner spielte Tennis beim Blackout – Euronews, abgerufen 21.09.2026
Hinweis: Für Recherche und Formulierung wurde KI unterstützend genutzt. Der Beitrag wurde vor der Veröffentlichung von mir geprüft, bearbeitet und redaktionell verantwortet.